Während des Schreibunterrichts steht im Vordergrund:
die persönlichen Fähigkeiten eines jeden Schülers individuell zu fördern.
die Schüler so Schritt für Schritt dazu zu bringen, die Anforderungen in der Schule zu erfüllen.
Worauf kommt es an?
Schreibend schreiben lernen: Das bedeutet, dass man beim Schreibunterricht besonders auf praktische und weniger theoretische Übungen setzt.
Prozess vs. Ergebnis: Während damals das Ergebnis des Schreibens, also der entstandene Text, im Vordergrund stand, ist es heute der Prozess des Schreibens, der im Vordergrund steht. Diese Veränderung wurde unter anderem auch durch eine Wende in der Psychologie (erste Strömungen der kognitiven Psychologie, auch kognitive Wende genannt) herbeigeführt.
Schreiben als Prozess: Schreiben ist mehr als das bloße schriftliche Wiedergeben von Auswendiggelerntem. Es ist ein komplexer Prozess des Problemlösens, der zeitgleich zu dem bloßen Vorgang des Niederschreibens stattfindet.
Ans Schreiben geknüpfte Kompetenzen
Sprachliche Kompetenz: Sprachgefühl bzw. Beherrschen der Rechtschreibung und Grammatik
Textuelle Kompetenz: Vorwissen über Texte (Formen, Funktion, Inhalt)
Prozedurale Kompetenz: Fähigkeit, das Verfassen des Textes als Prozess zu organisieren und so durchzuführen
Sozial-kommunikative Kompetenz: Fähigkeit, beim Schreiben aus der Sicht des zukünftigen Lesers zu beurteilen und seinen Stil o. Ä., diesen Kriterien anzupassen
Beurteilungskompetenz: die Fähigkeit, auch den eigenen Text zu beurteilen
Inhaltliche Kompetenz: Wissen über den Ausgangstext der Interpretation (über das Werk, die Quelle, ...)