Beispielaufgabe 2 – Wasser und Gebirgsregionen in Spanien
1 Wasser und seine Nutzung
Der Guadalquivir ist der größte und wichtigste Fluss in Südspanien.
Beschreibe und erkläre anhand von Anlage II.1 und geeigneter Atlaskarten den Jahresverlauf der Wassermenge aller Stauseen im Einzugsgebiet des Guadalquivir!
Gliedere das Bild aus Anlage II.2 in seine wesentlichen Raumeinheiten und stelle zwei Konflikte dar, die sich zwischen den erkennbaren Nutzungsformen ergeben können!
Die Landwirtschaft in Südspanien ist in hohem Maße auf Bewässerung angewiesen. Deshalb ist in einigen Regionen Südspaniens die Grundwasserhöhe in den letzten 50 Jahren stark abgesunken.
Erläutere jeweils zwei mögliche Maßnahmen des Wassersparens und der Wasserbeschaffung, um zukünftig nachhaltig Landwirtschaft betreiben zu können!
2 Bergregionen in Spanien
Stelle unter Einbezug der Materialien der Anlage II.3 die besondere Eignung der Region für den Fremdenverkehr dar und erörtere Auswirkungen der touristischen Nutzung!
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monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Anlage II.1 Durchschnittliche Wassermenge der Stauseen im Einzugsgebiet des Guadalquivir im Jahresverlauf (2011-2021)

Anlage II.2 Luftbild von Roquetas de Mar 36°46’N / 2°37’W

Anlagen II.3
M1 Daten zum Skigebiet Pradollano
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Lage |
37 km östlich von Granada, in ca. 45 Minuten mit dem Auto erreichbar |
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Höhe des Skigebiets |
von ca. 2100 m bis ca. 3300 m, weitgehend oberhalb der Baumgrenze |
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Bevölkerung 2020 |
315 |
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Bettenkapazität |
4200 |
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Ankünfte von Touristinnen und Touristen Wintersaison 2021-22 |
1.144.391 |
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Ankünfte von Touristinnen und Touristen Sommersaison 2022 |
ca. 32.000 |
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Pistenkilometer |
110 km, davon ca. 35 km mit zusätzlicher Beschneiung |
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Schneehöhen Talstation (Dez-Mai) |
20 - 40 cm |
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Schneehöhen Bergstation (Dez-Mai) |
zwischen 150 cm und 300 cm |
M2 Klimadiagramm von Pradollano

M3 Karte der Sierra Nevada

*südliche Ausläufer der Sierra Nevada bis ca. 2000 m ü. NN
M4 Informationen zur Sierra Nevada
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Beschreibung und Erklärung des Jahresverlaufs der Wassermenge, v. a.
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im Winter: Zunahme der Pegel aufgrund der Niederschläge in einem Winterregengebiet;
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im Frühjahr: Maximum aufgrund von weiterhin vorhandenen Niederschlägen und Eintragvon Schmelzwassern aus den Gebirgen;
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Abnahme der Pegel bis zum Herbst aufgrund der sommerlichen Niederschlagsarmut und der Entnahme von Brauchwasser für Industrie, Dienstleistungen und Landwirtschaft sowie der erhöhten Verdunstung.
Gliederung in wesentliche Raumeinheiten und Darstellung zweier Konflikte, v. a.
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in der oberen Bildhälfte: Treibhäuser zur Intensivlandwirtschaft;
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am linken Bildrand: Brachflächen;
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in der unteren Bildhälfte Touristeneinrichtungen sowie Freizeitanlagen wie Hotels und Golfplatz;
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am rechten mittleren Bildrand: Hafenanlage;
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am rechten oberen Bildrand: Siedlungsfläche;
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Konkurrenz zwischen Tourismuseinrichtungen und Landwirtschaft um das knappe Wasserdargebot in einem ariden Raum;
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Flächenkonkurrenz bei möglichen Erweiterungen;
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Konkurrenz zwischen Hotelbetreibern und Landwirten bei möglichen Umweltverschmutzungen.
Erläuterung je zweier Maßnahmen
Wassersparen, v. a.
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effizientere Bewässerungsmethoden, z. B. Tröpfchenbewässerung;
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Verdunstungsvermeidung durch abgedeckte Wasserspeicher;
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Sanierung von Wasserleitung zur Abwendung von Transportverlusten.
Wasserbeschaffung, v. a.
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Anlage von Stauseen zur Nutzung von Oberflächenwasser;
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Nutzung von aufbereitetem Meerwasser durch Meerwasserentsalzungsanlagen;
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Wasserüberleitung aus Regionen mit höheren Niederschlägen, z. B. vom Ebro.
Darstellung der Eignung und Erörterung der Auswirkungen
Bei der Bewertung dieser Aufgabe sind neben inhaltlicher Korrektheit in besonderem Maße folgende Kriterien zu berücksichtigen:
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Erarbeitung elementarer Aussagen, gestützt auf Auswertung der Materialien
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gut strukturierte Ausführungen
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schlüssige Argumentation
Eignung, v. a.
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hohe Schneesicherheit und lange Saison, damit gute Eignung für Wintersport;
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Nähe zu Großstädten und damit leichte Erreichbarkeit für Tagestouristen;
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Möglichkeit des Kulturtourismus durch Nähe zu Weltkulturerben;
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Nähe zu internationalen Flughäfen und zum Meer, Kombination aus Bade- und Skitourismus im späten Frühjahr;
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vielfältige Flora und Fauna sowie interessante Landschaft und damit Optionen für Öko- und Wandertourismus im Sommerhalbjahr;
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gute Eignung für Trendtourismus im Sommer durch breit gefächertes Angebot, wie Gleitschirmfliegen.
Chancen, v. a.
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Schaffung vieler Arbeitsplätze im Tourismus sowie in davon abhängigen Branchen und dadurch Einnahmen für die Region;
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Beitrag zum Abbau regionaler Disparitäten durch Entwicklung einer Hochgebirgsregion;
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Sickereffekte für weitere Dienstleistungen und Gewerbe, wie Restaurants, Skischulen, Bau;
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möglicher Ausbau des Ecotourismus, v. a. im Bereich des Nationalparks und damit Sensibilisierung für den Naturschutz.
Probleme, v. a.
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hohe Kosten für den Betrieb der Skianlagen und für die Anpassung an den rezenten Klimawandel;
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Abhängigkeit von der konjunkturellen Situation der Quellgebiete;
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bisher lediglich Saisonalität der Einnahmen und vieler Arbeitsplätze durch die geringe Auslastung im Sommer, Leerstände im Sommer;
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Gefahr der Störung eines sensiblen Ökosystems;
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kaum Möglichkeiten des Baus neuer touristischer Anlagen durch das Bauverbot im Nationalpark;
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schwere Erreichbarkeit abgelegener Bergdörfer.