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Aufgabe I — Schwingkreis, Induktion und Zerfallsgesetz

In Aufgabe 1 werden Eigenschaften eines elektromagnetischen Schwingkreises untersucht. Gegenstand der Aufgabe 2 ist die Induktion. Die Aufgabe 3 beschäftigt sich mit dem Zerfallsgesetz.

Aufgabenstellung ohne Experimentieren

1

Das Verhalten von Schwingungen eines elektromagnetischen Schwingkreises soll untersucht werden.

1.1

Eine Spule und ein Kondensator werden gemäß Material 1a zu einem Schwingkreis verschaltet und über einen Schalter an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen.

Beschreibe die Energieumwandlungen in dem Schwingkreis aus Spule und Kondensator nach dem Umlegen des Schalters aus der Stellung 1 in die Stellung 2.

Nun werden ein Widerstand und ein Oszilloskop als registrierendes Messinstrument ergänzt (Material 1b) und das Experiment wird erneut durchgeführt. Material 1c zeigt das Formula: t\text{-}U_{{R}}Formula: t\text{-}U_{{R}}-Diagramm.

Erkläre, dass die Amplitude mit der Zeit abnimmt.

5 BE

1.2

In einem weiteren Experiment wird die Resonanzkurve eines elektromagnetischen Schwingkreises untersucht. Material 1d zeigt eine typische Resonanzkurve.

Beschreibe anhand einer Schaltskizze den Aufbau und die Durchführung eines Experiments zur Erzeugung einer Resonanzkurve.

Erkläre das Auftreten eines Maximums und gib die Resonanzfrequenz an.

7 BE

1.3

Für verschiedene Kapazitäten Formula: CFormula: C des in einem Schwingkreis verwendeten Kondensators wurde jeweils die Resonanzfrequenz Formula: f_{0}Formula: f_{0} bestimmt (Material 1e).

Hinweis: Vereinfachend kann hier die Frequenz der Eigenschwingung des elektromagnetischen Schwingkreises mit der Resonanzfrequenz gleichgesetzt werden.

Bestätige, dass ein funktionaler Zusammenhang der Form
Formula: f_{0} = k \cdot \dfrac{1}{\sqrt{C}}Formula: f_{0} = k \cdot \dfrac{1}{\sqrt{C}}
besteht, wobei du auch den Lösungsweg dokumentierst und den Wert der Konstante Formula: kFormula: k angibst.

Die Induktivität Formula: LFormula: L ist eine Eigenschaft der Spule und hat ebenfalls einen Einfluss auf die Resonanzfrequenz. Dabei gilt der theoretische Zusammenhang:
Formula: f_{0} = \dfrac{1}{2\pi} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{L}} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{C}},Formula: f_{0} = \dfrac{1}{2\pi} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{L}} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{C}},
wobei Formula: LFormula: L in der Einheit Formula: \mathrm{\tfrac{s^{2}}{F}}Formula: \mathrm{\tfrac{s^{2}}{F}} angegeben werden kann.

Ermittle die prozentuale Abweichung der Induktivität Formula: LFormula: L der Spule aus dem Experiment von der Herstellerangabe Formula: L_{\mathrm{Hersteller}} = 0{,}035\;\mathrm{\tfrac{s^{2}}{F}}.Formula: L_{\mathrm{Hersteller}} = 0{,}035\;\mathrm{\tfrac{s^{2}}{F}}.

9 BE

1.4

Die Resonanzkurve aus 1.2 (Material 1d) verändert sich, wenn eine Spule mit doppelter Induktivität verwendet wird. Material 1f zeigt die Messkurve bei unveränderter Kapazität des Kondensators.

Überprüfe, ob die Resonanzfrequenz aus Material 1f mit dem theoretischen Zusammenhang aus 1.3 übereinstimmt.

3 BE

2

In dieser Aufgabe geht es um die Erzeugung eines magnetischen Feldes sowie um die Untersuchung von Induktionsspannungen.

2.1

Eine Spule (Spule 1) wird an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen. Neben der Spule wird mit einem Hallsensor an der in Material 2a eingezeichneten Position die magnetische Flussdichte Formula: BFormula: B in Abhängigkeit von der Stromstärke Formula: IFormula: I in der Spule gemessen.

Hinweis: Die magnetische Flussdichte wird auch als magnetische Feldstärke bezeichnet.

Bestätige anhand von Material 2b, dass Formula: IFormula: I und Formula: BFormula: B zueinander proportional sind.

3 BE

2.2

Der Versuchsaufbau aus 2.1 wird modifiziert. Der Hallsensor wird entfernt. Stattdessen wird rechts neben die Spule 1 eine identische Spule 2 gestellt (Material 2c).

Nun wird an die Spule 1 ein Frequenzgenerator angeschlossen, sodass in dieser ein dreieckförmiger Stromstärkeverlauf (Dreieckstrom) erzeugt wird. An die Spule 2 wird ein Spannungsmessgerät angeschlossen. Material 2d zeigt die zeitlichen Verläufe der magnetischen Flussdichte Formula: BFormula: B und der vom Spannungsmessgerät angezeigten Spannung Formula: U_{\mathrm{ind}}.Formula: U_{\mathrm{ind}}.

Ermittle aus Material 2d die Frequenz des Dreieckstroms.

Erkläre mithilfe des Induktionsgesetzes qualitativ den Zusammenhang der beiden Graphen in Material 2d.

Erläutere die Auswirkungen auf den an der Spule 2 zu messenden Verlauf der Induktionsspannung Formula: U_{\mathrm{ind}},Formula: U_{\mathrm{ind}}, wenn die Frequenz des Dreieckstroms bei gleichbleibender Amplitude verdoppelt wird.

10 BE

2.3

In einem weiteren Experiment werden zwei identische Spulen untereinander an einem Stativ angebracht (Material 2e). Sie sind in Reihe geschaltet und mit einem Oszilloskop verbunden. Ein Stabmagnet wird durch ein Plexiglasrohr durch die beiden Spulen fallen gelassen. Den vom Oszilloskop registrierten Spannungsverlauf zeigt Material 2f.

Beschreibe die Höhe, Breite und Orientierung der Ausschläge (Peaks) im zeitlichen Verlauf des Formula: tFormula: t-Formula: U_{\mathrm{ind}}Formula: U_{\mathrm{ind}}-Graphen.

Erläutere, wo sich der fallende Magnet zu den in Material 2f mit Formula: MFormula: M und Formula: NFormula: N markierten Zeitpunkten befindet.

Erkläre die unterschiedlichen Höhen und Breiten der vier Spannungs-Peaks in Material 2f.

Abschließend wird die untere Spule gegen eine andere ausgetauscht und das Experiment wiederholt. Material 2g zeigt das Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}Formula: t\text{-}U_{\mathrm{ind}}-Diagramm.

Stelle eine begründete Hypothese auf, welche Eigenschaften bzw. Beschaltung der neuen Spule zu dem Verlauf der Kurve in Material 2g geführt haben.

11 BE

3

Der radioaktive Zerfall von Atomkernen und das Zerfallsgesetz stehen im Mittelpunkt dieser Aufgabe. Die Abbildung in Material 3a zeigt einen Ausschnitt aus der Nuklidkarte.

3.1

Erläutere den Alpha- und Betazerfall am Beispiel der Isotope Americium-243 (Formula: \text{Am-}243Formula: \text{Am-}243) und Formula: \text{Am-}244Formula: \text{Am-}244 anhand der Nuklidkarte (Material 3a), wobei du jeweils auch auf Kernladungs- und Massenzahlen eingehst.

Stelle die ersten fünf Schritte der Zerfallsreihe von Formula: \text{Am-}243Formula: \text{Am-}243 mithilfe der Nuklidkarte (Material 3a) dar.

Erkläre, aus welchen Nukliden Formula: \text{Am-}243Formula: \text{Am-}243 mit nur einer Kernumwandlung hervorgegangen sein kann.

8 BE

3.2

In einem Experiment wird die Zählrate Formula: RFormula: R einer unbekannten Probe in Abhängigkeit von der Zeit Formula: tFormula: t gemessen. Die Messdaten sind in Material 3b dargestellt.

Zeichne das zugehörige Formula: t\text{-}RFormula: t\text{-}R-Diagramm.

Erläutere, dass der zeitliche Verlauf des radioaktiven Zerfalls eines Nuklids grundsätzlich durch eine exponentielle Abnahme beschrieben werden kann.

Ermittle unter Verwendung von Material 3c, um welches Nuklid es sich handeln kann.

9 BE

3.3

Die Zählrate einer Probe Radon-228 (Formula: \text{Rn-}228Formula: \text{Rn-}228) wird gemessen. Formula: \text{Rn-}228Formula: \text{Rn-}228 besitzt eine Halbwertszeit von Formula: 65\;\mathrm{s}Formula: 65\;\mathrm{s} und zerfällt dabei zu Francium-228 (Formula: \text{Fr-}228Formula: \text{Fr-}228). Formula: \text{Fr-}228Formula: \text{Fr-}228 besitzt eine Halbwertszeit von Formula: 38\;\mathrm{s}.Formula: 38\;\mathrm{s}. Material 3d zeigt den zeitlichen Verlauf der Zählraten beider Nuklide.

Erkläre das Zustandekommen des Ansteigens und wieder Abfallens der Zählrate von Formula: \text{Fr-}228.Formula: \text{Fr-}228.

Formula: \text{Rn-}228Formula: \text{Rn-}228 und das Zerfallsnuklid Formula: \text{Fr-}228Formula: \text{Fr-}228 besitzen beide Halbwertszeiten im zweistelligen Sekundenbereich. In einem Gedankenexperiment wird davon ausgegangen, dass Formula: \text{Fr-}228Formula: \text{Fr-}228 eine etwas größere Halbwertszeit als Formula: 38\;\mathrm{s}Formula: 38\;\mathrm{s} (z.B. wenige Minuten) besitzt.

Skizziere qualitativ und begründet in Material 3d einen entsprechenden Graphen für die nun zu erwartende Zählrate von Formula: \text{Fr-}228Formula: \text{Fr-}228 ein.

7 BE

Anhang

Es wurde ein alternativer Aufgabenvorschlag mit Experimentieren angeboten. In diesem Anhang findest du diejenigen Teilaufgaben aus diesem Vorschlag, die vom Aufgabenvorschlag ohne Experimentieren abweichen. Die Teilaufgaben 1.4, 2 und 3 stimmen überein.

Aufgabenstellung mit Experimentieren – Elektrik

1

Das Verhalten von Schwingungen eines elektromagnetischen Schwingkreises soll untersucht werden.

1.1

Eine Spule und ein Kondensator werden gemäß Material 1a zu einem Schwingkreis verschaltet und über einen Schalter an eine Gleichspannungsquelle angeschlossen.

Beschreibe die Energieumwandlungen in dem Schwingkreis aus Spule und Kondensator nach dem Umlegen des Schalters aus der Stellung 1 in die Stellung 2.

3 BE

1.2

Der Versuchsaufbau aus 1.1 wird gemäß Material 1b verändert. Die nun verwendete Spannungsquelle stellt eine sinusförmige Wechselspannung mit veränderbarer Frequenz zur Anregung des Schwingkreises zur Verfügung.

Zur Aufnahme einer Resonanzkurve wurde die vom Spannungsmessgerät über dem Widerstand Formula: RFormula: R gemessene Spannung Formula: U_{{R}}Formula: U_{{R}} in Abhängigkeit von der Frequenz Formula: fFormula: f der anregenden Wechselspannung gemessen (Material 1c).

Erkläre das Auftreten eines Maximums und gib die Resonanzfrequenz an.

3 BE

1.3

In dem von dir durchzuführenden Experiment soll der Zusammenhang zwischen der Kapazität des Kondensators Formula: CFormula: C und der Resonanzfrequenz Formula: f_0Formula: f_0 eines Schwingkreises untersucht werden.

Hinweis: Vereinfachend kann hier die Frequenz der Eigenschwingung des elektromagnetischen Schwingkreises mit der Resonanzfrequenz gleichgesetzt werden.

Führe das Experiment entsprechend der Angaben in Material 1d durch, wobei du deine Messdaten in der im Unterricht vereinbarten Form dokumentierst.

Bestätige, dass ein funktionaler Zusammenhang der Form Formula: f_0 = k \cdot \tfrac{1}{\sqrt{C}}Formula: f_0 = k \cdot \tfrac{1}{\sqrt{C}} besteht, wobei du auch den Lösungsweg dokumentierst und den Wert der Konstante Formula: kFormula: k angibst.

Die Induktivität Formula: LFormula: L ist eine Eigenschaft der Spule und hat ebenfalls einen Einfluss auf die Resonanzfrequenz. Dabei gilt der theoretische Zusammenhang:

Formula: f_0 = \dfrac{1}{2\pi} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{L}} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{C}},Formula: f_0 = \dfrac{1}{2\pi} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{L}} \cdot \dfrac{1}{\sqrt{C}},

wobei Formula: LFormula: L in der Einheit Formula: \mathrm{\tfrac{s^2}{F}}Formula: \mathrm{\tfrac{s^2}{F}} angegeben werden kann.

Berechne einen möglichst genauen Wert für die Induktivität Formula: LFormula: L der im Experiment verwendeten Spule.

15 BE

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