Aufgabe II — Interferenz, Schwingungen, elektrische Felder / Physik der Atomhülle
Im Rahmen der ersten Aufgabe werden Interferenzphänomene beim Doppelspalt und beim Übergang zu Mehrfachspalten behandelt. Harmonische Schwingungen sind Gegenstand der zweiten Aufgabe. Die dritte Aufgabe thematisiert die Ladung und die Kapazität eines Kondensators (Aufgabe 3a). Im Rahmen der alternativen Aufgabe 3b werden am Beispiel von Wasserstoff das Spektrum sowie energetische Zusammenhänge hierzu betrachtet.
Aufgabenstellung ohne Experimentieren
Zwei Lichtquellen werden verglichen. Anschließend werden ein Doppelspalt sowie weitere Interferenzobjekte untersucht.
Zunächst werden die Wellenlänge-Intensität-Diagramme von einer rot leuchtenden LED (LED-rot) und von einem rot leuchtenden Laser betrachtet, siehe Material 1a und Material 1b.
Vergleiche diese Diagramme.
Beurteile, welche der beiden Lichtquellen bei quantitativen Interferenzexperimenten genauere Messwerte ermöglicht.
Es soll der Spaltmittenabstand eines Doppelspalts mit dem Licht eines rot leuchtenden Lasers mit der objektiven Methode untersucht werden. Material 1c zeigt das zugehörige Schirmbild. Wenn der Abstand
zwischen Doppelspalt und Schirm wesentlich größer ist als der Spaltmittenabstand
des Doppelspalts, gilt für die Interferenzmaxima folgende Gleichung:
Ordnung des Maximums;
Wellenlänge;
Abstand zwischen dem Maximum 0. Ordnung und dem Maximum
-ter Ordnung
Ermittle unter Verwendung dieser Gleichung sowie Material 1b und Material 1c so genau wie möglich einen Wert für den Spaltmittenabstand des verwendeten Doppelspalts.
Schätze die absolute Messunsicherheit für den ermittelten Wert für ab.
Beschreibe zwei experimentelle Maßnahmen, mit denen die Messunsicherheit für den Spaltmittenabstand bei diesem Experiment reduziert werden kann.
Nun wird der Doppelspalt durch einen Dreifachspalt mit gleichem Spaltmittenabstand ersetzt. Der restliche Versuchsaufbau bleibt unverändert. Material 1d zeigt das zugehörige Schirmbild.
Erkläre das Zustandekommen der Nebenmaxima im Interferenzmuster in Material 1d.
Anstelle des Dreifachspalts wird nun ein Fünffachspalt verwendet, dessen Spaltmittenabstand halb so groß ist wie beim Doppel- bzw. Dreifachspalt. Der restliche Versuchsaufbau bleibt wiederum unverändert.
Skizziere das zu erwartende Schirmbild in Material 1d und begründe die Auswirkung der Halbierung des Spaltmittenabstands auf dieses Schirmbild.
Hinweis: Intensitätsbetrachtungen in den Nebenmaxima werden nicht erwartet.
Die Enden eines Stücks Fahrradkette der Länge und der Masse
werden mit einer sehr leichten Schnur verbunden. Diese Schnur läuft über eine Seilrolle. In der Ruhelage sind die Enden der Kette auf gleicher Höhe (vgl. Material 2a, Material 2b). Wenn die Kette um die Strecke
ausgelenkt wird (vgl. Material 2c), führt sie idealerweise harmonische Schwingungen um diese Ruhelage aus (bei Vernachlässigung der Dämpfung).
Ermittle für den in Material 2d gezeigten zeitlichen Verlauf der Schwingung möglichst genau die Periodendauer dieser Schwingung und ergänze den Wert in der Wertetabelle Material 2e.
Wenn die Kettenlänge variiert wird, verändert sich die Periodendauer der Schwingung. In der Tabelle Material 2e findest du die Messwerte für die Periodendauer in Abhängigkeit von der Kettenlänge
Zeichne ein -Diagramm einschließlich einer geeigneten Ausgleichskurve.
Ermittle den funktionalen Zusammenhang und dokumentiere dein Vorgehen in der vereinbarten Form.
Begründe anhand von Material 2b und Material 2c, dass für die Rückstellkraft gilt:
momentane Auslenkung;
Masse der Fahrradkette;
Länge der Fahrradkette;
Ortsfaktor bzw. Erdbeschleunigung
Hinweis: Gehe dabei davon aus, dass die Masse der Kette gleichmäßig über ihre Länge verteilt ist, die Masse der Schnur vernachlässigt werden kann und gilt.
Für jeden harmonischen Oszillator (wie z.B. das Feder-Masse-Pendel) gilt, dass die Rückstellkraft proportional zur Auslenkung
ist:
Richtgröße der Schwingung
Der Proportionalitätsfaktor wird auch als "Richtgröße" einer harmonischen Schwingung bezeichnet. (Im Fall des Feder-Masse-Pendels handelt es sich dabei um die Federkonstante.) Für die Periodendauer bei einem harmonischen Oszillator gilt:
: Masse des Pendelkörpers;
: Richtgröße der Schwingung
Ermittle mithilfe des Zusammenhangs in 2.3 eine Gleichung für die Richtgröße bei der Kettenschwingung.
Bestätige mit der von dir ermittelten Richtgröße, dass für die Periodendauer bei der schwingenden Fahrradkette gilt:
Länge der Fahrradkette;
Ortsfaktor bzw. Erdbeschleunigung
Überprüfe, ob diese Gleichung durch die Ergebnisse des Experiments bestätigt wird.
Anmerkung: Die Aufgabe II gibt es in zwei Varianten II a und II b (Auswahl durch die Lehrkraft), die sich in der dritten Teilaufgabe unterscheiden (hier 3a und 3b).
In dieser Aufgabe wird mithilfe von Messreihen untersucht, von welchen Größen die Kapazität eines Kondensators bzw. die auf einem Kondensator gespeicherte Ladung abhängt.
Mit einem geeigneten Versuchsaufbau wird ein Kondensator aufgeladen und anschließend über einen Widerstand entladen. Die Messwerte zur Entladung sind in Material 3a a dargestellt.
Ermittle mit Material 3a a die vom Kondensator abgeflossene Ladung.
Im Folgenden werden zwei Messreihen mit einem Aufbaukondensator (vgl. Material 3a b) aufgenommen. Dabei wird für verschiedene Flächeninhalte jeweils die gespeicherte Ladung
in Abhängigkeit von der Spannung
die zur Aufladung des Kondensators verwendet wird, gemessen. Der Plattenabstand
ist in diesen beiden Versuchsreihen gleich. Die Messwerte beider Versuche sind im
-
-Diagramm in Material 3a c grafisch aufgetragen.
Erläutere die qualitativen und quantitativen Informationen, die sich aus Material 3a c entnehmen oder schlussfolgern lassen.
Überprüfe, ob die beiden Messreihen (Material 3a c) die Gültigkeit der Gleichung
bestätigen. Kapazität;
Flächeninhalt einer Kondensatorplatte;
Abstand der Kondensatorplatten;
elektrische Feldkonstante;
relative Permittivität
Hinweis: Für Luft gilt näherungsweise
Berechne die Ladung die sich für einen Flächeninhalt von
und eine Spannung von
ergeben würde.
Der Aufbaukondensator wird in einem weiteren Experiment dafür verwendet, um die Kapazität des Kondensators in Abhängigkeit des Plattenabstandes
zu untersuchen. Die Diagramme in Material 3a d zeigen die Messwerte.
Begründe mithilfe eines der beiden Diagramme in Material 3a d, dass zwischen der Kapazität und dem Plattenabstand
ein antiproportionaler Zusammenhang besteht.
Ermittle anhand der Messreihe in Material 3a d einen Wert für die elektrische Feldkonstante
Der Aufbaukondensator (Material 3a b) wird durch Anlegen einer Spannung aufgeladen und dann von der Spannungsquelle getrennt. Mit einem geeigneten Voltmeter wird die Spannung zwischen den Kondensatorplatten gemessen. Betrachtet werden zwei Fälle:
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a) |
Der Plattenabstand |
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b) |
Eine Glasplatte ( |
Erkläre jeweils qualitativ, wie sich die Spannung dadurch ändert.
In einer speziellen Röhre wird Wasserstoff zum Leuchten angeregt (Balmer-Lampe). Das aufgenommene Spektrum enthält in diesem Experiment nicht nur Spektrallinien der Balmer-Serie, sondern auch einige weitere Linien (Material 3b a).
Erläutere die atomaren Prozesse, die zu einem Emissionsspektrum von Gasen führen.
Für Wasserstoff gilt die auf die Balmer-Formel zurückgehende Gleichung: Frequenz;
Rydbergfrequenz;
und
Balmer-Serie,
Lyman-Serie
Untersuche, ob die in Material 3b a markierten Spektrallinien I bis III zur Balmer-Serie gehören.
Bestätige den Wert von für die kleinste Wellenlänge der Balmer-Serie (Seriengrenze).
Begründe, dass alle Spektrallinien der Lyman-Serie () im ultravioletten Bereich (
) liegen.
Die in 3b.2 angegebene Gleichung kann auch genutzt werden, um das Energieniveauschema für Wasserstoff zu entwickeln. Der Grundzustand von Wasserstoff liegt bei und der erste angeregte Zustand liegt
oberhalb des Grundzustands.
Zeichne auf Basis dieser Informationen und der in 3b.2 angegebenen Gleichung ein Energieniveauschema des Wasserstoffs für die untersten sechs Stufen. Aus diesem sollen auch die Energien der Niveaus hervorgehen.
Stelle, soweit möglich, die Übergänge, die zu den in Material 3b a markierten Spektrallinien I bis III gehören, durch Pfeile in deinem Energieniveauschema dar.
In einem Gedankenexperiment ist ein durchsichtiges Gefäß mit atomarem Wasserstoff gefüllt. Die Wasserstoffatome können sich dabei entweder im Grundzustand oder in angeregten Zuständen befinden. Das Licht einer Glühlampe (Material 3b b) fällt durch dieses Gefäß auf ein Spektrometer.
Stelle jeweils eine begründete Hypothese über das grundsätzlich zu erwartende Spektrum auf,
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a) |
wenn sich der Wasserstoff im Grundzustand befindet oder |
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b) |
wenn sich der Wasserstoff z.B. im ersten angeregten Zustand befindet. |
Anhang
Es wurde ein alternativer Aufgabenvorschlag mit Experimentieren angeboten. In diesem Anhang findest du diejenigen Teilaufgaben aus diesem Vorschlag, die vom Aufgabenvorschlag ohne Experimentieren abweichen. Die Teilaufgaben 1.3, 2 und 3 stimmen überein.
Alternative Aufgabenstellung mit Experimentieren – Optik
Zunächst sollen in einem durchzuführenden Experiment ein Doppelspalt und anschließend weitere Interferenzobjekte untersucht werden.
Der Spaltmittenabstand eines Doppelspalts soll mit dem Licht der rot leuchtenden Leuchtdiode (LED-rot) und gemäß Material 1a mit der subjektiven Methode untersucht werden.
Wenn der Abstand zwischen Doppelspalt und Schirm wesentlich größer ist als der Spaltmittenabstand
des Doppelspalts, gilt für die Interferenzmaxima folgende Gleichung:
Ordnung des Maximums;
Wellenlänge;
Abstand zwischen dem Maximum 0. Ordnung und dem Maximum
-ter Ordnung
Führe das Experiment unter Beachtung der Hinweise in Material 1a durch, wobei du dein Vorgehen und deine Messergebnisse in der im Unterricht vereinbarten Weise dokumentierst.
Ermittle mit deinen Messergebnissen einen Wert für den unbekannten Spaltmittenabstand des verwendeten Doppelspalts.
Schätze die absolute Messunsicherheit für den ermittelten Wert für ab.
Der Doppelspalt aus 1.1 wird anstelle der LED-rot nun mit einem rot leuchtenden Laser untersucht und es wird die objektive Methode verwendet. Material 1d zeigt das zugehörige Schirmbild.
In einem weiteren Versuch wird der Doppelspalt durch einen Dreifachspalt mit gleichem Spaltmittenabstand ersetzt. Der restliche Versuchsaufbau bleibt unverändert. Material 1e zeigt das zugehörige Schirmbild.
Beschreibe das Schirmbild in Material 1e im Vergleich zu Material 1d.
Erkläre das Zustandekommen der Nebenmaxima im Interferenzmuster in Material 1e.
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Material 1a: Wellenlänge-Intensität-Diagramm einer rot leuchtenden LED

Material 1b: Wellenlänge-Intensität-Diagramm eines rot leuchtenden Lasers

Hinweis: Intensitäten in Material 1a und Material 1b können nicht verglichen werden, weil sie unabhängig voneinander normiert sind.
Material 1c: Ausschnitt aus dem Schirmbild bei Beleuchtung eines Doppelspalts mit Laserlicht

Schirmabstand
Zur besseren Ablesbarkeit wurde das Foto des Schirmbilds bearbeitet.
Verwende den abgedruckten Maßstab.
Das Lineal zeigt Werte in der Einheit
Das Maximum 0. Ordnung liegt bei
Material 1d: Ausschnitt aus dem Schirmbild bei Beleuchtung eines Dreifachspalts mit Laserlicht (Schirmabstand wie in Material 1c) und Vorlage für das zu skizzierende Schirmbild (vgl. 1.3)

Die Bildbearbeitung erfolgte in gleicher Weise wie in Material 1c.
Das Lineal zeigt Werte in der Einheit
Das Maximum 0. Ordnung liegt bei
Material 2a: Foto des Versuchsaufbaus

Material 2b: Kette im Ruhezustand

Material 2c: Kette im ausgelenkten Zustand

Material 2d: Zeitlicher Verlauf einer Kettenschwingung bei einer Kettenlänge 


Trotz Dämpfung wird die Schwingung idealisiert als harmonisch betrachtet.
Material 2e: Periodendauer 
in Abhängigkeit von der Kettenlänge 

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Material 3a a: Diagramm zur Kondensatorentladung

Aufgetragen ist die Stromstärke in Abhängigkeit von der Zeit
Eine Regression für den funktionalen Zusammenhang ergibt
Material 3a b: Aufbaukondensator

Zwischen zwei Metallplatten befinden sich Distanzstücke (Isolatoren). Die Höhe der Distanzstücke und damit der Plattenabstand kann verändert werden.
Für die beiden Messreihen in 3a.2 steht ein Plattenpaar mit und eines mit
zur Verfügung.
Material 3a c: Messwerte für die Ladung 
in Abhängigkeit der Spannung 
für zwei Plattenflächen 


Die Flächeninhalte der Platten betragen und
der Abstand zwischen den Platten beträgt in beiden Messreihen
In den Experimenten in dieser Aufgabe sind die Kondensatoren mit Luft gefüllt.
Material 3a d: Kapazität 
des Kondensators (
) in Abhängigkeit vom Plattenabstand 

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Beide Diagramme stellen dieselben Messwerte dar. Im rechten Diagramm ist die Kapazität in Abhängigkeit des Kehrwertes vom Abstand aufgetragen.
Der Kondensator ist bei dieser Messreihe mit Luft gefüllt.
Material 3b a: Spektrum der Balmer-Lampe

Aufgetragen ist die Intensität in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Das Spektrum enthält durch bestimmte Effekte über die Balmer-Serie hinausgehende Spektrallinien.
Material 3b b: Spektrum einer Glühlampe

Alternative Aufgabenstellung mit Experimentieren – Optik
Material 1a (Optik): Hinweise zum Aufbau, zur Durchführung und zur Dokumentation des Experiments

Baue die abgebildete Messanordnung mit folgenden Bauteilen auf:
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(1) |
LED-rot (09852.20, Betriebsspannung |
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(2) |
Reiter mit Schirm (vgl. Material 1c) |
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(3) |
Doppelspalt (Dia 09851.15) mit Abdeckung (vgl. Material 1b) |
Hinweise
-
Die Abbildung ist nicht maßstabsgerecht.
-
Schneide den Schirm in Material 1c aus. Befestige diesen mit Klebefilm am Reiter. Dieser Reiter mit Schirm (2) dient als Messebene.
-
Schneide die Abdeckung in Material 1b (Mitte) aus. Befestige die Abdeckung mit Klebefilm auf dem Dia so, dass nur der zu untersuchende Doppelspalt (siehe Material 1b rechts) frei bleibt.
-
Justiere den Aufbau durch Verschieben des Doppelspalts in Blickrichtung so, dass die Maxima 1. Ordnung so genau wie möglich auf den inneren Rändern des Ausschnitts im Schirm zu erkennen sind, und nimm die notwendigen Messungen zur Bestimmung von
vor.
-
Die Raumbeleuchtung sollte so sein, dass du das Schirmbild und die inneren Ränder des Schirms durch den Doppelspalt gut erkennen kannst. Sprich gegebenenfalls die Aufsicht an.
-
Der Doppelspalt muss nicht auf der optischen Bank befestigt werden.
Material 1b (Optik): Doppelspalt und Abdeckung zum Anbringen vor dem Doppelspalt für den Versuch siehe Material 1a
![]()
Markierter Doppelspalt auf dem Dia 09851.15 |
![]()
Abdeckung zum Anbringen vor dem Dia 09851.15 |
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Verdeutlichung der Anwendung der Abdeckung |
Material 1c (Optik): Schirm zum Anbringen auf dem Reiter (2) für den Versuch, siehe Material 1a

Material 1d (Optik): Ausschnitt aus dem Schirmbild bei Beleuchtung eines Doppelspalts mit Laserlicht

Zur besseren Ablesbarkeit wurde das Foto des Schirmbilds bearbeitet. Das Lineal zeigt Werte in der Einheit Das Maximum 0. Ordnung liegt bei
Material 1e (Optik): Ausschnitt aus dem Schirmbild bei Beleuchtung eines Dreifachspalts mit Laserlicht (Schirmabstand wie in Material 1d) und Vorlage für das zu skizzierende Schirmbild (vgl. 1.3)

Die Bildbearbeitung erfolgte in gleicher Weise wie in Material 1d.
Das Lineal zeigt Werte in der Einheit Das Maximum 0. Ordnung liegt bei
Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!
monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?Vergleich der Diagramme
Beide Lichtquellen erzeugen ein Intensitätsmaximum bei einer identischen Wellenlänge von ungefähr Allerdings unterscheiden sie sich stark bei der spektralen Breite der Strahlung. Während das Spektrum der roten LED einen sehr breiten Wellenlängenbereich von etwa
bis
abdeckt, weist der Laser einen extrem schmalen Peak mit einer Breite von lediglich circa
auf.
Beurteilung der Eignung für quantitative Interferenzexperimente
Für die Durchführung quantitativer Interferenzexperimente ist der Laser deutlich besser geeignet. Aufgrund der äußerst geringen spektralen Breite emittiert der Laser annähernd monochromatisches Licht. Dies führt auf dem Schirm zu scharf abgegrenzten Interferenzmustern, bei denen die exakten Positionen der Maxima und Minima eindeutig identifiziert werden können.
Die LED erzeugt hingegen aufgrund des breiten Wellenlängenspektrums verschwommene Maxima, besonders bei Maxima höherer Ordnung. Dadurch ist die Bestimmung der exakten Positionen deutlich schwieriger, was unweigerlich zu ungenaueren Messwerten führt.
Ermittlung des Wertes von
Zunächst wird die gegebene Interferenzgleichung nach dem Spaltmittenabstand umgestellt:
Aus dem Material 1b lässt sich für die Wellenlänge des verwendeten Lasers ablesen. Dem Schirmbild in Material 1c kann der Abstand zwischen den beiden Maxima 2. Ordnung (
) entnommen werden.
Dieser beträgt Für den Abstand vom Hauptmaximum zum Maximum 2. Ordnung ergibt sich folglich
Mit dem gegebenen Schirmabstand
folgt durch Einsetzen:
Abschätzung der Messunsicherheit
Die absolute Messunsicherheit lässt sich über die Addition der relativen Einzelunsicherheiten abschätzen. Dafür wird zunächst der größtmögliche Ablesefehler am Schirm auf geschätzt. Die relativen Fehler betragen:
-
Für den Abstand
-
Für die Wellenlänge
-
Für den Schirmabstand
Die resultierende relative Gesamtunsicherheit ergibt sich in der Fehlerfortpflanzung im ungünstigsten Fall als Summe dieser Werte:
Daraus resultiert für den berechneten Wert von eine absolute Messunsicherheit von:
Das Messergebnis für den Spaltmittenabstand lautet somit etwa
Maßnahmen zur Reduktion der Messunsicherheit
-
Vergrößerung des Schirmabstands: Ein größerer Abstand
zwischen Spalt und Schirm führt zu einer breiteren Auffächerung des Interferenzmusters und damit einem größeren Abstand
Der absolute Ablesefehler am Lineal verliert dadurch relativ an Gewicht, wodurch der prozentuale Fehler der Abstandsmessung minimiert wird.
-
Ablesen von Maxima höherer Ordnung: Anstelle des 2. Maximums könnte ein weiter außen liegendes Maximum (z. B. 4. oder 5. Ordnung) vermessen werden. Auch dies vergrößert die zu vermessende Strecke
und reduziert damit den relativen Messfehler bei der Abstandsmessung.
Erklärung der Nebenmaxima beim Dreifachspalt
Wie in Material 1d zu erkennen ist, befindet sich im Interferenzbild eines Dreifachspalts zwischen zwei Hauptmaxima immer genau ein Nebenmaximum. Dieses Phänomen resultiert aus der Überlagerung von drei Elementarwellen.
Zwischen zwei Hauptmaxima existieren immer exakt zwei Orte, an denen die Phasenverschiebungen der Elementarwellen benachbarter Spalten zueinander jeweils beziehungsweise
betragen. An diesen Orten löschen sich die drei Wellen vollständig aus (destruktive Interferenz), sodass zwei Minima entstehen.
Zwischen diesen beiden Minima beträgt die Phasenverschiebung der Elementarwellen benachbarter Spalten zueinander jeweils Hier kommt es weder zu destruktiver Interferenz noch zu konstruktiver Interferenz, wodurch sich dort ein Nebenmaximum ausbildet.
Skizze und Begründung zum Fünffachspalt

Beim Übergang zu einem Fünffachspalt bilden sich zwischen zwei benachbarten Hauptmaxima stets exakt drei Nebenmaxima aus. Da sich der Spaltmittenabstand gemäß Aufgabenstellung halbiert, verdoppeln sich zudem die Abstände der Hauptmaxima zueinander.
Das lässt sich über die Beugungsgleichung aus Teilaufgabe 1.2 begründen. Da der Schirmabstand im Vergleich zu
sehr groß ist, gilt die Kleinwinkelnäherung
Daraus folgt:
Die Formel belegt, dass der Abstand der Maxima umgekehrt proportional zum Spaltmittenabstand
ist (
). Eine Halbierung von
führt demzufolge zwangsläufig zu einer Verdopplung des Abstands der Maxima auf dem Schirm.
Um den Ablesefehler zu minimieren, wird die Dauer für mehrere Schwingungsperioden aus dem -Diagramm (Material 2d) abgelesen. Für drei vollständige Perioden lässt sich eine Zeitspanne von etwa
ermitteln. Daraus berechnet sich die Periodendauer für eine einzelne Schwingung:
Da das Diagramm in Material 2d für eine Kettenlänge von aufgezeichnet wurde, entspricht dieser Wert dem fehlenden Wert in der Wertetabelle in Material 2e.
Zeichnung des Diagramms

Ermittlung des funktionalen Zusammenhangs
Die Form der Ausgleichskurve legt die Vermutung nahe, dass eine Wurzelfunktion vorliegt.
Eine kurze Überprüfung, indem die Länge beispielsweise von rund auf
verdoppelt wird, ergibt, dass die Periodendauer dabei von knapp
auf etwa
ansteigt, was annähernd dem Faktor
entspricht.
Als funktionaler Ansatz wird daher gewählt. Um dies zu bestätigen, wird für jedes Messwertpaar der Quotient
gebildet.
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Da die Quotienten näherungsweise konstant sind, ist der funktionale Ansatz bestätigt.
Der Mittelwert beträgt Daraus ergibt sich der folgende funktionale Zusammenhang für die Schwingung:
Wird die Fahrradkette zu einem Zeitpunkt um die Strecke
nach unten gezogen, so wird sie auf der gegenüberliegenden Seite der Rolle um exakt die gleiche Strecke nach oben gezogen. Insgesamt entsteht auf der nach unten gezogenen Seite ein „überstehendes“ Kettenstück, das im Vergleich zur anderen Seite eine zusätzliche Länge von
aufweist. Die Gewichtskraft dieses überstehenden Kettenstücks ist die Rückstellkraft, die das System wieder in die Ruhelage ziehen möchte.
Da die Masse der Kette gleichmäßig verteilt ist, verhält sich die Masse des überstehenden Stücks zur Gesamtmasse
genauso wie seine Länge zur Gesamtlänge:
Die Rückstellkraft entspricht der Gewichtskraft dieser Teilmasse:
Das entspricht der angegebenen Gleichung.
Gleichung für die Richtgröße
Für einen harmonischen Oszillator gilt allgemein Durch Koeffizientenvergleich mit der in Teilaufgabe 2.3 hergeleiteten Gleichung lässt sich die Richtgröße
direkt ablesen:
Bestätigung der Gleichung für die Periodendauer
Wird der ermittelte Term für die Richtgröße in die allgemeine Gleichung für die Periodendauer einer harmonischen Schwingung eingesetzt, ergibt sich:
Das entspricht der zu bestätigenden Gleichung.
Überprüfung am Experiment
Um zu überprüfen, ob das Experiment diese theoretische Formel bestätigt, kann die Konstante berechnet werden. Durch Umstellen der hergeleiteten Formel ergibt sich
Die Vorfaktoren
entsprechen der theoretischen Konstante, daraus folgt:
Dieser theoretische Wert stimmt exakt mit der in Teilaufgabe 2.2 experimentell ermittelten Konstanten überein. Die experimentellen Ergebnisse bestätigen somit den theoretischen Zusammenhang.
Die abgeflossene Ladung entspricht der Fläche unter der Kurve im
-Diagramm (Material 3a a). Diese lässt sich entweder durch das Auszählen der Kästchen oder über die Integration der gegebenen Regressionsfunktion ermitteln.
Ein Kästchen entspricht einer Ladungsmenge von Durch Auszählen der Fläche unter dem Graphen ergeben sich etwa
bis
Kästchen. Dies liefert eine Gesamtladung von ungefähr
bis
Alternativ kann auch integriert werden. Mit der in Material 3a a angegebenen Funktion ergibt sich die Ladung durch das Integral von
bis zu einem Zeitpunkt, an dem der Strom näherungsweise null ist (z. B.
):
Erläuterung qualitative und quantitative Informationen
-
Qualitativ: Durch beide Messreihen können im
-Diagramm (Material 3a c) Ursprungsgeraden gelegt werden. Das belegt die Proportionalität zwischen der gespeicherten Ladung
und der angelegten Spannung
(
).
Außerdem fällt auf, dass die Ladung der Messreihe mit der doppelten Plattenfläche (
im Vergleich zu
) bei gleicher Spannung doppelt so groß ist. Die Kapazität ist folglich proportional zur Plattenfläche (
).
-
Quantitativ: Die Steigung der Ursprungsgeraden
entspricht jeweils der experimentellen Kapazität
Bei einem Wert von beispielsweise
ergibt sich:
Überprüfung der Gültigkeit der Gleichung
Um die experimentellen Werte zu überprüfen, wird die Kapazität mit der Gleichung berechnet:
Somit weichen die theoretischen Werte um etwa von den experimentellen Werten ab. Im Rahmen üblicher schulischer Messungenauigkeiten kann die Formel somit durch das Experiment grob bestätigt werden.
Berechnung der Ladung bei
Mit dem experimentellen Wert der Kapazität und einer Spannung von
ergibt sich für die Ladung:
Begründung des antiproportionalen Zusammenhangs
Das rechte Diagramm in Material 3a d trägt die Kapazität über dem Kehrwert des Plattenabstands
auf.
Die Messpunkte liegen auf einer Ursprungsgeraden. Da eine Ursprungsgerade eine direkte Proportionalität nachweist, gilt und somit
Der antiproportionale Zusammenhang ist damit belegt.
Ermittlung der elektrischen Feldkonstante
Für die Ursprungsgerade gilt Ein Koeffizientenvergleich mit der theoretischen Gleichung
zeigt, dass die Steigung
dem Ausdruck
entspricht.
Aus dem rechten Diagramm in Material 3a d lässt sich die Steigung ablesen:
Durch Umstellen und Einsetzen folgt für die elektrische Feldkonstante:
Dieser Wert stimmt sehr gut mit dem Literaturwert überein.
Wird der Kondensator von der Spannungsquelle getrennt, kann keine Ladung mehr abfließen. Die auf den Platten gespeicherte Ladung bleibt somit konstant. Basis für die folgenden Überlegungen ist die umgestellte Formel
-
a) Vergrößerung des Plattenabstands: Es gilt der Zusammenhang
daraus folgt, dass die Kapazität
sinkt, wenn der Plattenabstand
vergrößert wird. Da
konstant bleibt und die Kapazität
sinkt, folgt aus
dass die gemessene Spannung
ansteigen muss.
-
b) Einschieben einer Glasplatte: Die Glasplatte besitzt eine relative Permittivität von
Die Kapazität
vergrößert sich proportional zu
Da
weiterhin konstant bleibt, die Kapazität
dieses Mal aber steigt, folgt aus
dass die gemessene Spannung
sinken muss.
Emissionsspektren entstehen, wenn die Elektronen der Gasatome zunächst durch Energiezufuhr auf energetisch höhere Energieniveaus gehoben werden.
Beim Zurückfallen der Elektronen auf ein niedrigeres Energieniveau wird die exakte Energiedifferenz zwischen dem höheren und dem niedrigeren Niveau in Form eines Photons abgegeben. Die Frequenz
dieses emittierten Lichts ergibt sich aus der Energiedifferenz der beiden beteiligten Energieniveaus (
).
Da die möglichen Energieniveaus in der Atomhülle quantisiert (diskret) sind, sind nur ganz bestimmte Übergänge erlaubt. Dies führt zur Emission spezifischer Wellenlängen, die den Spektrallinien in den Emissionsspektren entsprechen.
Untersuchung der drei Spektrallinien
Aus Material 3b a lassen sich die Wellenlängen der drei Linien ablesen:
und
Mithilfe von ergeben sich folgende Frequenzen:
Für die Balmer-Serie gilt Die Frequenzen berechnen sich mit der Gleichung aus der Aufgabenstellung somit wie folgt:
Durch Einsetzen ganzzahliger Werte für ergeben sich folgende theoretisch mögliche Frequenzen:
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Daraus ergibt sich:
-
Für
ist
(entspricht Linie I).
-
Für
ist
(entspricht Linie II).
Die Frequenz von Linie III passt zu keinem ganzzahligen Wert für somit gehören nur die Linien I und II zur Balmer-Serie.
Bestätigung der Seriengrenze
Die energiereichste Emission (kleinste Wellenlänge) findet statt, wenn ein Elektron von einem unendlich weit entfernten Niveau () auf
fällt. Der Term
nähert sich dann
an. Daraus folgt:
Die zugehörige Grenzwellenlänge ist:
Begründung zur Lyman-Serie
Da die Frequenzen innerhalb der Lyman-Serie mit wachsendem zunehmen, resultiert die energieärmste Emission der Lyman-Serie aus dem Übergang
Die zugehörige Frequenz beträgt:
Die daraus resultierende Wellenlänge liegt bei:
Da bereits der energieärmste und somit langwelligste Übergang der Lyman-Serie mit tief im ultravioletten Spektralbereich liegt (
), müssen sich alle anderen Übergänge der Lyman-Serie ebenfalls im UV-Bereich befinden.

Trifft kontinuierliches Licht (wie das der Glühlampe) auf ein Gas, können Photonen absorbiert werden, deren Energie exakt den möglichen Übergängen in den Atomen entspricht (Resonanzabsorption).
-
a) Wasserstoff im Grundzustand: Befinden sich alle Atome im Grundzustand (
), so erfordert die Anregung auf das nächsthöhere Niveau (
) eine Energie von
was UV-Licht entspricht. Da die Glühlampe gemäß Material 3b b jedoch nur sichtbares und infrarotes Licht emittiert, reicht die Energie der Photonen nicht aus, um die Atome anzuregen. Es findet somit keine Absorption statt, und auf dem Spektrometer ist das vollständige, kontinuierliche Spektrum der Glühlampe ohne Absorptionslinien zu sehen.
-
b) Wasserstoff im ersten angeregten Zustand: Befinden sich die Atome bereits auf dem Energieniveau
können sie Photonen absorbieren, die Übergängen in höhere Zustände (z. B.
) entsprechen. Diese Energiedifferenzen gehören exakt zu den Frequenzen der Balmer-Serie, welche im sichtbaren Bereich der Glühlampe liegen.
Da die absorbierten Photonen beim Zurückfallen der Elektronen in niedrigere Energieniveaus in alle möglichen Raumrichtungen emittiert werden, trifft nur noch ein sehr geringer Anteil der Photonen dieser spezifischen Wellenlängen auf das Spektrometer. Das Spektrometer zeigt somit das kontinuierliche Spektrum der Glühlampe, welches jedoch von dunklen Absorptionslinien an den Positionen der Balmer-Linien unterbrochen ist.




