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Inhaltsverzeichnis

Teil A

Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan und die größte Drüse der Wirbeltiere. Zu ihren Aufgaben zählen die Produktion lebenswichtiger Proteine, die Verwertung von Nahrungsbestandteilen sowie der Abbau von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen.

1

Das Lebergewebe besteht hauptsächlich aus stoffwechselaktiven Leberzellen, die u. a. für die Produktion von Gallensaft verantwortlich sind.

1.1
Grafik: Leberzellen mit Organellen und GallenkanälchenGrafik: Leberzellen mit Organellen und Gallenkanälchen

Schematische Darstellung von Lebergewebe (Ausschnitt)

Benenne die gekennzeichneten Zellbestandteile 1 bis 9.

Begründe das gehäufte Auftreten der Zellbestandteile 1 und 7 in Leberzellen.

4 BE
1.2

Die im Blut befindlichen Gallensalze werden in die Leberzellen aufgenommen und von dort in die Gallenkanälchen transportiert.

Schematische Leberzelle: Na+-Transport, Wasserfluss und Gallensalz-Ausschleusung ins GallenkanälchenSchematische Leberzelle: Na+-Transport, Wasserfluss und Gallensalz-Ausschleusung ins Gallenkanälchen

Vereinfachte Darstellung von Transportprozessen an Leberzellen

Erläutere die Transportprozesse an den Membranproteinen I und II zur Anreicherung von Gallensalzen in Leberzellen.

Erkläre den hohen Wassergehalt des Gallensaftes.

5 BE

2

In Leberzellen findet man u. a. die Enzyme Katalase und Alpha-1-Antitrypsin (AAT).

2.1

Das bei Stoffwechselvorgängen entstehende Zellgift Wasserstoffperoxid wird durch das Enzym Katalase abgebaut.

Untersuche experimentell die Aktivität von Katalase in

a) rohem, unbehandeltem Lebergewebe,

b) rohem Lebergewebe unter Einwirkung einer Kupfersulfat-Lösung (10 Tropfen, 5 min Einwirkzeit),

c) vorab abgekochtem Lebergewebe.

Fordere alle benötigten Materialien schriftlich an. Führe die Versuche a – c durch und fertige ein Protokoll an.

Hinweise: Dir wird rohes und abgekochtes Lebergewebe bereitgestellt.

8 BE
2.2

AAT gelangt aus der Leber über die Blutbahn ins Lungengewebe und hemmt dort Enzyme, die u. a. Strukturproteine der Lungenbläschen abbauen.

Begründe die verminderte Leistungsfähigkeit von Personen mit anhaltendem AAT-Mangel.

4 BE
2.3

Vom AAT-Mangel Betroffene zählen zur Personengruppe, denen Impfungen gegen Grippeviren empfohlen werden.

Vergleiche aktive und passive Immunisierung anhand von vier Kriterien.

Ordne die Grippeimpfung einer Immunisierungsart zu.

5 BE

3

Als Morbus WILSON bezeichnet man eine erblich bedingte Störung des Kupferstoffwechsels der Leberzellen.

Stammbaum mit nummerierten Personen, einige rot markiert als mit Morbus WILSON; Legende zeigt betroffen/unbetroffen.Stammbaum mit nummerierten Personen, einige rot markiert als mit Morbus WILSON; Legende zeigt betroffen/unbetroffen.

Stammbaum einer von Morbus WILSON betroffenen Familie

Begründe den zugrundeliegenden Erbgang.

Nenne die möglichen Genotypen der Personen 3, 4 und 5.

Ermittle mithilfe eines Kreuzungsschemas die Wahrscheinlichkeit, mit der ein drittes Kind der Personen 3 und 4 von Morbus WILSON betroffen sein wird.

5 BE

4

Isolierte Mitochondrien wurden mit Brenztraubensäure (Pyruvat), ADP und Pi kultiviert. Unter anaeroben (t0 – t₁) und aeroben (t1 – t3) Bedingungen sowie nach Zugabe des Antibiotikums Oligomycin (t2) wurden der ATP-Gehalt sowie der pH-Wert von Matrix und Intermembranraum der Mitochondrien ermittelt.

Messergebnisse:

a – pH-Wert Matrix

b – pH-Wert Intermembranraum

c – ATP-Gehalt

Diagramm: pH-Wert und ATP-Gehalt über Zeit, drei Kurven (stark ansteigend a, fallend b, kurzer Gipfel c)Diagramm: pH-Wert und ATP-Gehalt über Zeit, drei Kurven (stark ansteigend a, fallend b, kurzer Gipfel c)

Schematische Darstellung der mitochondrialen Elektronentransportkette mit Protonenfluss und ATP-SynthaseSchematische Darstellung der mitochondrialen Elektronentransportkette mit Protonenfluss und ATP-Synthase

Schematische Darstellung zur Elektronentransportkette in den Mitochondrien von Leberzellen

Hinweis: Je niedriger der pH-Wert, desto höher ist die H+-Konzentration.

Interpretiere die Messergebnisse bis zur Zugabe von Oligomycin unter Einbeziehung der schematischen Darstellung zur Elektronentransportkette in den Mitochondrien von Leberzellen.

Formuliere eine begründete Vermutung zur Wirkungsweise von Oligomycin auf Mitochondrien.

6 BE

5

Ciguatoxine werden von bestimmten Geißelalgen gebildet und reichern sich in der Leber tropischer Speisefische an. Bei Menschen verursachen die Toxine eine Krankheit, die Ciguatera genannt wird. Die Giftstoffe wirken vor allem an Axonmembranen.

Na+-Einstrom an einer Axonmembran während einer DepolarisationNa+-Einstrom an einer Axonmembran während einer Depolarisation

Na+-Einstrom an einer Axonmembran während einer Depolarisation

Formuliere eine begründete Vermutung zur Wirkungsweise von Ciguatoxinen.

3 BE

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