Lerninhalte
Inhaltsverzeichnis

Teil B

Korallenriffe zählen zu den artenreichsten und gefährdetsten Lebensräumen der Welt. Zur Erhaltung dieser Lebensräume wird der Ansatz der assistierten Evolution weltweit kontrovers diskutiert.

Charakterisiere die Beziehung zwischen Korallenpolypen und Zooxanthellen.

Erläutere das Ausbleichen von Korallen.

Diskutiere den Ansatz der assistierten Evolution zum Erhalt von Korallenriffen.

Beziehe in deiner Darstellung alle nachfolgenden Materialien ein.

20 BE

Material 1

Korallen bestehen aus vielen Korallenpolypen. Ihre Körper sitzen auf einem nach außen abgeschiedenen Kalkgerüst und bestehen aus zwei Zellschichten (Ento- und Ektoderm). Korallenpolypen ernähren sich von Kleinstlebewesen. In nährstoffarmen Lebensräumen können die Polypen bestimmter Korallen, einzellige Algen ins Entoderm aufnehmen und wieder abgeben. Die beherbergten Algen bezeichnet man als Zooxanthellen. Diese werden von den Polypen nicht verdaut, sichern bis zu 90 % ihres Nährstoffbedarfs und färben die Korallen.

Bau eines KorallenpolypenBau eines Korallenpolypen

Bau eines Korallenpolypen

Material 2

Vereinfachtes Schema zum Stoffwechsel einer KorallenpolypzelleVereinfachtes Schema zum Stoffwechsel einer Korallenpolypzelle

Vereinfachtes Schema zum Stoffwechsel einer Korallenpolypzelle

Material 3

Schematische Darstellung von Zuständen einer Koralle bei sich ändernden UmweltbedingungenSchematische Darstellung von Zuständen einer Koralle bei sich ändernden Umweltbedingungen

Schematische Darstellung von Zuständen einer Koralle bei sich ändernden Umweltbedingungen

(Prozesse A und B- reversibel, Prozess C - irreversibel)

Material 4

Schema zur Abstoßung von Zooxanthellen aus KorallenpolypzellenSchema zur Abstoßung von Zooxanthellen aus Korallenpolypzellen

Schema zur Abstoßung von Zooxanthellen aus Korallenpolypzellen

Material 5

Nach Angaben des Meeresökologen Christian Wild bedroht die Geschwindigkeit der Umweltveränderungen Korallenriffe in ihrer Existenz. Daher gibt es weltweit Bestrebungen, hitzetolerante Korallen zu identifizieren, um diese in der Korallenzucht und beim Wiederaufbau abgestorbener Korallenriffe zu nutzen. Diese Art menschlicher Eingriffe in Evolutionsprozesse sind Beispiele einer assistierten Evolution. Ziel ist, Populationen und Ökosysteme bei der Anpassung an klimabedingte Umweltveränderungen zu unterstützen.

Nach. http://scinexx.de (12.12.2024)

Nach: https://www.deutschlandfunk.de/ (30.07.2024)

„Die Idee, gefährdete Arten dadurch zu erhalten, dass man sie in Gefangenschaft oder im Labor züchtet und dann in natürlichen Ökosystemen freilässt, ist schon mehr als 100 Jahre alt. [...] Die Überlegungen gehen noch einen Schritt weiter: Es können nicht nur natürliche Arten künstlich vermehrt oder wiederhergestellt, sondern auch ,verbessert‘, also durch Zucht oder Gentechnik gezielt verändert werden. Bei Riffkorallen soll zum Beispiel versucht werden, die [...] Zooxanthellen gentechnisch so zu verändern, dass sie auch bei höheren Meerestemperaturen funktionsfähig bleiben und dadurch Korallenbleiche vermieden werden können.“

https://www.wilfried-probst.de/tag/umweltschutz (30.07.2024)

Material 6

Ein Forscherteam hat das Akklimatisierungspotenzial der Koralle Acropora millepora untersucht. Dazu wurden Korallen vom Riff Keppel Island in die Bucht Magnetic Island umgesetzt. Je nach Verbreitungsgebiet der Korallen unterschied sich die Zusammensetzung ihrer Algenarten (Zooxanthellen). Nach einigen Monaten wurden Proben umgesetzter und natürlich vorkommender Korallen aus den Untersuchungsgebieten entnommen und in Labortanks kultiviert. Die Proben wurden 15 Tage jeweils verschiedenen Wassertemperaturen (30 °C, 31 °С und 32 °C) ausgesetzt. In dieser Zeit versorgte man die Korallen mit frischem Meerwasser und belichtete sie für jeweils 12 Stunden pro Tag. Von jeder Probe wurde die Zellzahl der Zooxanthellen bestimmt.

Lageplan der Untersuchungsgebiete mit Durchschnittstemperaturen des Oberflächenwassers (Dez. – Feb.)Lageplan der Untersuchungsgebiete mit Durchschnittstemperaturen des Oberflächenwassers (Dez. – Feb.)

Lageplan der Untersuchungsgebiete mit Durchschnittstemperaturen des Oberflächenwassers (Dez. - Feb.)

Drei Balkendiagramme zur Anzahl von Zooxanthellen in Korallen bei verschiedenen Temperaturen (Magnetic, Keppel)Drei Balkendiagramme zur Anzahl von Zooxanthellen in Korallen bei verschiedenen Temperaturen (Magnetic, Keppel)

Messergebnisse der „Hitzestress“-Experimente

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