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Teil A

Algen gibt es in allen Meeren, Seen und Flüssen, aber auch auf Felsen, Bäumen und in Symbiose mit Pilzen oder Tieren. Sie dienen als Nahrungsmittel, sind Gegenstand der Forschung und werden auch als „Rohstoff der Zukunft" bezeichnet.

1

Algen sind ein- oder mehrzellige eukaryotische Organismen. Entwicklungsgeschichtlich besteht zwischen den unterschiedlichen Algenarten keine direkte Verwandtschaft, jedoch betreiben die meisten Algen Fotosynthese.

1.1

Früher wurden Cyanobakterien fälschlicherweise zu den Algen gezählt.

Schematische Darstellung: A Bakterienzelle, B tierische Zelle mit Organellen, C Pflanzenzelle mit Zellwand und VakuoleSchematische Darstellung: A Bakterienzelle, B tierische Zelle mit Organellen, C Pflanzenzelle mit Zellwand und Vakuole

Schematische Darstellung verschiedener photoautotropher Zellen

Benenne die Zellbestandteile 1 – 8 der dargestellten Zellen A – С.

Begründe an zwei Merkmalen, welche der Abbildungen keine Algenzelle zeigt.

4 BE
1.2

Geißelalgen (Dinoflagellaten) gehören zu den Mikroalgen. Einige Vertreter besitzen spezielle Organellen, die Scintillons. In diesen sind die Moleküle Luciferin, das Luciferin-bindende Protein (LBP) und das Enzym Luciferase enthalten. Unter bestimmten Bedingungen können Geißelalgen das Meeresleuchten hervorrufen.

Prozesse in Scintillons von GeißelalgenProzesse in Scintillons von Geißelalgen

Prozesse in Scintillons von Geißelalgen

Erläutere mithilfe der Abbildung, dass ein Kontakt von Geißelalgen mit Zooplankton das Meeresleuchten auslösen kann.

5 BE
1.3

Kieselalgen bilden die artenreichste Gruppe der Algen und produzieren ca. 25 % des weltweiten Sauerstoffs. Sie nehmen Kieselsäure aus dem Meerwasser auf und stellen Siliziumdioxid für den Aufbau ihrer Zellwand her. In einem Laborexperiment wurde das Populationswachstum der beiden Kieselalgenarten, Asterionella formosa und Synedra ulna, untersucht.

Zeit in Tagen

1

2

6

8

12

16

22

26

Zellzahl Asterionella x103

1

3

10

30

40

50

52

53

Zellzahl Synedra x103

0,9

4

7

8

8

8

9

8

Versuch 1: Haltung beider Algen in separaten Gefäßen mit einer begrenzten Menge Kieselsäure

Zeit in Tagen

1

2

6

8

12

16

22

26

Zellzahl Asterionella x103

1

2

7

8

7

3

2

1

Zellzahl Synedra x103

0,1

0,8

7

8

8

8

8

8

Versuch 2: Haltung beider Algen in einem Gefäß mit einer begrenzten Menge Kieselsäure

Stelle die Versuchsergebnisse graphisch dar.

Interpretiere die Ergebnisse des zweiten Versuchs.

5 BE
1.4

Rotalgen können im Gegensatz zu anderen Algen in größeren Wassertiefen Fotosynthese betreiben.

Diagramm: Absorptionsspektren von Chlorophyll a, Phycoerythrin und Phycocyanin über Wellenlängen 400–700 nmDiagramm: Absorptionsspektren von Chlorophyll a, Phycoerythrin und Phycocyanin über Wellenlängen 400–700 nm

Absorptionsspektren der Fotosynthesepigmente aus Rotalgen

Diagramm: verfügbares Licht nach Wellenlänge (400–600 nm) und Meerestiefe, Tiefpunkt bei ~500 nm.Diagramm: verfügbares Licht nach Wellenlänge (400–600 nm) und Meerestiefe, Tiefpunkt bei ~500 nm.

Lichtverhältnisse in Meerwasser

Begründe mithilfe der Diagramme, dass Rotalgen auch in einer Meerestiefe von 150 m Fotosynthese betreiben können.

3 BE

2

Als Algenblüte wird die plötzliche, massenhafte Vermehrung von Algen oder Cyanobakterien in einem Gewässer bezeichnet.

2.1

Heutzutage treten Algenblüten häufiger auf als noch vor 20 Jahren. Untersuchungen des Forscherteams um Dr. Sabine Hilt vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei belegen, dass der zunehmende Eintrag von Nitrat-Ionen (NO3) sowie die Klimaerwärmung zu den wesentlichen Ursachen zählen.

Nach: https://www.igb-berlin.de

Begründe, ausgehend von den Forschungsergebnissen, das vermehrte Auftreten der Algenblüten.

4 BE
2.2

Wenn die bei der Algenblüte gebildeten gewaltigen Algenteppiche ans Land gespült werden, kann bei ihrer Verwesung das Gas Schwefelwasserstoff entstehen. Das Schwefelwasserstoff-Molekül bindet u. a. im Blut an das Sauerstofftransportmolekül Hämoglobin.

Erläutere die letale Wirkung von Schwefelwasserstoff auf den menschlichen Organismus.

4 BE

3

Grünalgen, z. B. Chlamydomonas reinhardtii oder Vertreter der Gattung Acetabularia, werden in der Forschung als Modellorganismen eingesetzt.

3.1

Algen der Gattung Chlamydomonas leben autotroph und können unter Stressbedingungen das Gas Wasserstoff produzieren.

Schematische Darstellung der Photosynthese: Lichtreaktionen, Elektronentransport, Protonengradient, ATP-Synthase und Calvin-ZyklusSchematische Darstellung der Photosynthese: Lichtreaktionen, Elektronentransport, Protonengradient, ATP-Synthase und Calvin-Zyklus
Schematische Abbildung der Photosynthese-Lichtreaktionen: Elektronentransport, Protonenfluss, ATP- und NADPH-Bildung, Calvin-Zyklus.Schematische Abbildung der Photosynthese-Lichtreaktionen: Elektronentransport, Protonenfluss, ATP- und NADPH-Bildung, Calvin-Zyklus.

Stoffwechselwege von Algen der Gattung Chlamydomonas (schematische Darstellung)

I - III – Proteinkomplexe

IV – ATP-Synthase

H2ase – Hydrogenase

Vergleiche tabellarisch die Stoffwechselwege A und B hinsichtlich der Ausgangsstoffe, Reaktionsprodukte, Bedeutung der Wasserstoff-Ionen und Elektronen für die ATP-Synthese.

Leite die Folge der Wasserstoffproduktion für das Wachstum von Algen der Gattung Chlamydomonas ab.

5 BE
3.2

Die Alge Chlamydomonas reinhardtii ist in der Lage, sich über zwei verschiedene Formen fortzupflanzen.

Fortpflanzungsformen von ChlamydomonasFortpflanzungsformen von Chlamydomonas

Schematische Darstellung von Fortpflanzungsformen von Chlamydomonas reinhardtii

Hinweis: mt- und mt+ sind verschiedene Typen von Keimzellen.

Benenne die Fortpflanzungsformen A und B von Chlamydomonas reinhardtii und ordne die dabei ablaufenden Kernteilungsprozesse den Fortpflanzungsformen zu.

Erläutere einen Vorteil der Fortpflanzungsform A bei sich verändernden Umweltbedingungen und einen Vorteil der Fortpflanzungsform B bei gleichbleibenden Umweltbedingungen für die Art Chlamydomonas reinhardtii.

6 BE
3.3

Schirmalgen der Gattung Acetabularia haben ein hohes Regenerationsvermögen. Das wurzelähnliche Haftorgan (Rhizoid), das auch den Zellkern trägt, befestigt die Alge am Boden. Die beiden Arten Acetabularia mediterranea und Acetabularia crenulata unterscheiden sich durch Größе und Form ihres Schirms.

Transplantationsversuche mit SchirmalgenTransplantationsversuche mit Schirmalgen

Transplantationsversuche mit Schirmalgen

Werte die Ergebnisse der Versuche 1 und 2 aus.

Stelle eine begründete Vermutung zum Phänotyp des sich bildenden Schirms in Versuch 3 auf.

4 BE

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