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Halbjahresaufgabe 12/2

Alljährlich wird am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. An deiner Schule findet eine Gedenkveranstaltung statt, die von deinem Geschichtskurs konzipiert wird. Verfasse hierzu einen Redebeitrag, in dem du dich unter Einbezug der Bildquellen M 1 und M 4 differenziert mit der Frage auseinandersetzt, inwieweit die nichtjüdische Bevölkerung die Entrechtung, Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden wahrnahm und sich an ihr beteiligte!

Material 1: Fotografie der Deportation von Bewohnern des Warschauer Ghettos, Mai 1943

Da das Warschauer Ghetto im Jahr 1942 mittels zahlreicher Deportationen von Jüdinnen und Juden ins Vernichtungslager Treblinka aufgelöst werden sollte, begannen jüdische Widerstandsorganisationen am 19. April 1943 einen Aufstand gegen die SS-Truppen. Jürgen Stroop, SS- und Polizeiführer von Warschau, war mit der Niederschlagung des Aufstands beauftragt. In einem Bericht dokumentierte er – auch mit Fotografien – das Vorgehen der SS. Im Zuge des Warschauer Aufstands wurden mehr als 56 000 Jüdinnen und Juden ermordet oder in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert.

Diese Fotografie war Teil des sogenannten „Stroop-Berichts“. Der Originaltext lautet „Mit Gewalt aus Bunkern hervorgeholt“.

Der kleine Junge mit erhobenen Armen, Zvi Nussbaum, überlebte die Shoa.

Zivilisten, darunter Kinder, mit erhobenen Händen vor bewaffneten Soldaten auf einer StraßeZivilisten, darunter Kinder, mit erhobenen Händen vor bewaffneten Soldaten auf einer Straße

(Franz Konrad confessed to taking some of the photographs, the rest was probably taken by photographers from Propaganda Kompanie nr 689.[1][2]) Jürgen Stroop Possibly Franz Konrad, Stroop Report - Warsaw Ghetto Uprising 06, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Material 2: Fotografie der Deportation jüdischer Deutscher aus Würzburg am 25. April 1942

Generell legte die Gestapo großen Wert auf ein strenges Fotografierverbot bei der Durchführung von Deportationen, wobei diejenige der mainfränkischen Jüdinnen und Juden 1941/42 eine Ausnahme darstellte. Auf Anordnung des Nürnberger Polizeipräsidenten schoss ein Gestapo-Beamter von den ersten drei der insgesamt sieben Deportationen aus Würzburg und Kitzingen weit über 100 Fotos. Der Transport am 25. April 1942 umfasste 852 Menschen.

Schwarzweißfoto: lange Menschenmenge mit Gepäck geht die baumbestandene Straße entlangSchwarzweißfoto: lange Menschenmenge mit Gepäck geht die baumbestandene Straße entlang

Jews deported from Würzburg march down the Hindenburgstrasse from the Platzscher Garten to the railroad station, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

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